Zwei Yu-Gi-Oh!-Karten mit demselben Namen müssen nicht aus derselben Auflage stammen. Eine kann aus einem Structure Deck, die andere aus einem Booster-Set oder einem Reprint-Produkt kommen. Auch Sprache und Editionsangabe können abweichen. Deshalb werden zuerst die gedruckten Fakten erfasst und danach offiziell geprüft.
Die Methode bewertet und authentifiziert keine Karte. Sie entscheidet auch nicht über Turnierlegalität; dazu dient unser Leitfaden zu OCG, TCG und europäischen Karten. Hier geht es nur um eine saubere Dokumentation.
Was ein Setcode zeigt
Auf einer Karte stehen Name, Text, Identifikationsnummer, Set- oder Produktcode, Sprache und manchmal eine Editionsangabe. Die Position kann sich je nach Epoche ändern. Lies daher alle Elemente und vergleiche sie mit einer offiziellen Quelle.
Die Poke-Geek-Methode in fünf Schritten
1. Namen exakt übernehmen
Notiere Name, Sprache und Zeichensetzung. Übersetze eine französische, spanische oder italienische Karte nicht stillschweigend.
2. Code Zeichen für Zeichen kopieren
Übernimm Bindestriche und prüfe O/0, I/1 sowie B/8. Ein unsicheres Zeichen bleibt als unsicher markiert.
3. Editionsangabe wörtlich notieren
Steht „1st Edition“ oder eine lokalisierte Form auf der Karte, wird sie genau so erfasst. Sie ist kein automatischer Beweis für Wert, Seltenheit, Alter oder Echtheit. Auch ihr Fehlen beweist keine Fälschung.
4. Offizielle Datenbank prüfen
Suche den Namen und vergleiche danach Code, Sprache, Produkt und weitere Merkmale. Gleicher Name oder gleiches Motiv genügt bei mehreren Auflagen nicht.
5. Einheitliche Inventarzeile anlegen
| Feld | Eintrag | Vermeiden |
|---|---|---|
| Name | Druck und Sprache | Übersetzung |
| Code | Vollständig mit Bindestrichen | Raten |
| Edition | Angabe oder „nicht vorhanden“ | Wert ableiten |
| Produkt | Offiziell bestätigt | Nur Motiv nutzen |
| Status | Bestätigt oder offen | Zweifel verschweigen |
Code, Kartentyp und Text trennen
Der Code identifiziert die Auflage, das Layout den Kartentyp und der Text die Spielweise. Für Fusion, Synchro, Xyz und Link hilft unser Extra-Deck-Leitfaden; Bedingungen, Kosten und Effekte erklärt der Kartentext-Leitfaden.
Typische Fehler
- Nur den Namen verwenden.
- Setcode und Identifikationsnummer vermischen.
- Das Motiv als Herkunftsbeweis ansehen.
- „1st Edition“ überinterpretieren.
- Die gedruckte Sprache ignorieren.
Abschlusskontrolle
- Name und Sprache stimmen.
- Der Code wurde zweimal gelesen.
- Die Editionsangabe ist wörtlich erfasst.
- Die Identifikationsnummer steht separat.
- Das offizielle Produkt passt.
- Der Code allein begründet weder Wert noch Echtheit oder Legalität.
- Der Status ist klar markiert.
Gute Bestimmung folgt drei Schritten: kopieren, vergleichen, dokumentieren.
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