Suchen ist nicht Ziehen
Beim Ziehen nimmst du Karten oben vom Deck, ohne ihre Identität auszuwählen. Beim Suchen siehst du den Inhalt und wählst nach einer Anweisung. Beide können die Hand vergrößern, haben aber verschiedene Abläufe. Eiliges Lesen führt zu Fehlern bei Kriterien, Vorzeigen oder Mischen.
Diese Anleitung behandelt die Suche während einer Partie und ergänzt unsere Übersicht zu Trainerkarten, Items, Unterstützern und Ausrüstungen. Wir verwenden Übungssituationen statt einer Einkaufsliste. Der offizielle Kartentext und geltende Regeln bestimmen den tatsächlichen Ablauf.
Fünf Angaben vor dem Griff prüfen
Bestimme Ausgangszone, Kartenkategorie, Anzahl, vorzuzeigende Information und Zielbereich. Basis-Pokémon, Basis-Energie und Pokémon ohne Regelbox sind unterschiedliche Kriterien. Prüfe Merkmale statt Bild oder Erinnerung. Ein Entwicklungs-Pokémon wird nicht zum Basis-Pokémon, weil du es sofort spielen möchtest.
Prüfe auch Voraussetzungen wie Ablegen von Handkarten und Zugbeschränkungen, bevor du das Deck ansiehst. Eine passende Auswahl macht eine unzulässig gespielte Trainerkarte nicht zulässig. Erkläre den Ablauf, ohne die ganze Hand offenzulegen.
Die Poke-Geek-Routine in fünf Schritten
Lesen, prüfen, suchen, vorzeigen, aufräumen. Lies den ganzen Satz, prüfe Voraussetzungen und Kategorie, suche im richtigen Stapel, zeige bei Bedarf vor und bewege die Auswahl ans Ziel. Beende das Mischen. So bleiben ausgewählte Karten nicht vergessen neben dem Deck liegen.
Trenne Deck, Hand und zeitweilige Auswahl sichtbar. Das dient der Handhabung und schafft keine neue dauerhafte Spielzone. Lege ausgewählte Karten nicht bequem auf den Ablagestapel: Eine unklare Position erschwert die Rekonstruktion.
Die Auswahl vorzeigen, nicht das ganze Deck
Verlangt der Effekt Vorzeigen, zeige die gewählte Karte so, dass das Kriterium geprüft werden kann. Ein Basis-Pokémon zu bestätigen erlaubt dem Gegner nicht, den gesamten Deckinhalt zu sehen. Halte die übrigen Vorderseiten verborgen und zeige nicht versehentlich die unterste Karte.
Folge danach dem Zielbereich. Eine Handkarte bleibt nicht dauerhaft offen. Ein auf die Bank gelegtes Pokémon unterliegt den entsprechenden Bedingungen. Suchen und Spielen sind getrennt: Eine erhaltene Karte ist damit nicht schon angelegt oder eingesetzt.
Eine Suche nach einer Kategorie darf erfolglos sein
Bei einer Suche im Deck nach einer bestimmten Kategorie darfst du keine Karte auswählen, selbst wenn passende Karten vorhanden sind. Das Deck bleibt verborgene Information. Der Gegner darf es nicht als Beweis für deren Fehlen durchsehen. Kündige keine Auswahl an und führe die übrigen Anweisungen aus.
Das gestattet keine beliebige Verwendung jedes Effekts. Voraussetzungen und Kosten gelten weiterhin. Übertrage dies nicht auf öffentliche Bereiche oder uneingeschränkte Suchen. Eine erfolglose Auswahl betrifft eine bestimmte Anweisung in einer bestimmten Zone.
Ausnahme: eine beliebige Karte
Eine Suche nach beliebigen Karten ohne Kategoriebegrenzung darfst du nicht frei scheitern lassen. Sind Karten vorhanden und ist die Anweisung erfüllbar, beachte die Pflichtmenge. Die offizielle Aktualisierung vom 26. Februar 2026 nennt bei einer solchen „bis zu“-Suche ausdrücklich mindestens eine Karte.
Frage deshalb, ob der Kartentyp eingeschränkt ist, statt nur „bis zu“ zu lesen. Andere Effekte mit diesen Worten haben eigene Regeln. Eine Angriffsregel gilt nicht automatisch für Trainerkarten oder Fähigkeiten. Lies genau, bevor du null wählst.
Erfüllte Voraussetzungen werden nicht erstattet
Nutzt du eine Suche zulässig nach einer vorgeschriebenen Handkartenablage, kommen diese Karten bei erfolgloser Kategoriesuche nicht zurück. Die Voraussetzung ist erfüllt. Das Suchergebnis macht den vorherigen Schritt nicht beliebig rückgängig.
Kündige Voraussetzung, Suche und fehlende Auswahl getrennt an. Dadurch greifst du abgelegte Karten nicht reflexartig wieder auf. Unsere Anleitung zu Ablegen, Einmischen und Unterlegen ins Deck hält Zielbereiche und Verben auseinander.
Nach der Deckansicht fertig mischen
Nach einer Suche durch das Deck führst du das verlangte Mischen auch ohne Auswahl aus. Die Reihenfolge muss wieder unbekannt sein. Mische ohne offene Vorderseiten und präsentiere das Deck nach Veranstaltungsregeln. Bloßes Abheben ersetzt keine ausreichende Zufallsverteilung.
Verwechsle dies nicht mit einem Effekt, der Karten einmischen würde, aber keine zurückbringt. Für diese andere Handlung können andere Regeln gelten. Beende beim Lernen jede Suche vor der nächsten Aktion. Turnierabkürzungen benötigen klare Kommunikation statt ausgelassenem Mischen.
Preiskarten gehören nicht zur Suche
Eine fehlende Karte kann in der Hand, im Ablagestapel, im Spiel oder unter den Preiskarten liegen. Eine Decksuche erlaubt nicht, verdeckte Preiskarten anzusehen. Aus bekannten Informationen darfst du Schlüsse ziehen, aber die Karten nicht zur Bestätigung umdrehen.
Prüfe in einer Übung erst nach Spielende deren Position. Während der Auflösung bleibst du in der erlaubten Zone. Studiere Pokémon-Einzelkarten und ihre Kategorien unter Beachtung der tatsächlichen Produktsprache. Diese Übersetzung ändert weder gedruckten Text noch Kartenlegalität.
Checkliste vor dem Weiterspielen
Sind Voraussetzungen erfüllt? Stimmt die Zone? Entspricht die Karte allen Kriterien? Ist die Anzahl erlaubt? Wurde das Nötige vorgezeigt? Stimmt das Ziel? Sind Mischen und Präsentieren beendet? Prüfe die gesamte Handlung statt nur das Ergebnis.
Übe drei Fälle: ein gefundenes Basis-Pokémon, keine Auswahl bei Kategoriesuche und die Suche nach einer beliebigen Karte. Erkläre, warum der dritte nicht dieselbe Freiheit bietet wie der zweite. So lernst du Lesen statt einer Pauschalantwort für sämtliche Suchkarten.
Nenne bei der nächsten Suche Kriterium, ausgewählte Karte, Zielbereich und Mischen in dieser Reihenfolge.